Donnerstag, 23. April 2015


„Don’t cry because it’s over… smile because it happened!“

 

 

Mein letzter  Eintrag aus Neuseeland!

Ein letztes Kia Ora!

 

Jetzt aber mal nicht sentimental werden, hier J

 

Die letzten Wochen vergingen wie im Fluge, das wahrscheinlich auch daran lag, dass Sarah und ich doch noch einiges unternommen haben!

Mit ein Highlight war auf jeden Fall unsere 4 tägige Kanu Tour auf dem Whanganui River. Am Ostersonntag (das haben wir heuer mal total vercheckt!) gings los. Da man die Tour nicht alleine machen darf, nahmen wir noch die Fanny aus Belgien mit. Sie war zufällig gerade zur gleichen Zeit wie wir im Büro und hatte eben das Problem, dass sie alleine war. Also haben wir sie mitgenommen und wir hatten wirklich eine tolle Zeit miteinander…

Aber von vorne:

 Tag 1 : 25km

Nach einer Sicherheitsbelehrung und ein paar Tips (es war nämlich Sarahs und mein erster Trip mit einem Kanu) ging es morgens um halb 10 (leider ohne Knoppers) los! Der erste Tag war eigentlich ganz geruhsam. Ich saß hinten und hatte somit die Aufgabe das Boot zu lenken. Sarah war der Captain! Leider waren am letzten Stück weniger Rapids (Stromschnellen), sodass der Fluss fast still stand, was für uns natürlich umso anstrengender war. Aber wir sind ganz glücklich, total durchnässt und absolut fertig mit uns und der Welt an der Campsite angekommen. Nachdem wir unser Zelt aufgebaut hatten, wärmten wir uns im nahegelegenen Hut noch an der Heizung auf und machten noch Bekanntschaft mit 2 gemeinsam reisenden Kiwifamilies. Diese sollten uns noch die ganzen 4 Tage begleiten J Am nächsten Morgen luden uns letztere gleich noch zum Frühstück ein… die waren der Wahnsinn!!! Die hatten wirklich ihre komplette Küche dabei. Grill, 4 Gaskocher und Essen, dass wir uns wunderten, warum sie nicht untergegangen sind. Aber sehr freundliche LeuteJ

Tag 2: unendliche 37 km

Wieder im Boot tauschten Sarah und ich Kommando… aber schon nach der ersten Stromschnelle war mir klar, dass mir die Position hinten um einiges lieber ist! Außerdem hat es anders auch besser funktioniert mit uns 2en. Fanny, die Belgierin fuhr übrigens mit ihrem eigenen Kayak mit.  Obwohl wir an diesem Tag nicht nass wurden bat ich am Abend die restlichen 2 Tage hinten zu sitzen. An der Campsite trafen wir dann noch ein paar Deutsche und eine Gruppe Amis. Die Rangerin in dem Hut (Whanganui Journey zählt, obwohl es eine Bootstour ist, zu den Great Walks und ist der einzigste Great Walk in Neuseeland bei dem man den Hut mitbenutzen darf, auch wenn man nur die billigere Campsite gebucht hat) war eine totale Schrulle, die nicht wirklich sehr menschenfreundlich rüberkam! Definitiver Fall von Berufsverfehlung! Aber jeder ärgerte sich über sie. Stellte man ihr eine Frage (wie z.B: Wie funktioniert denn dieser Gaskocher? (die Dinger waren echt gemeingefährlich) kam von ihr: Schau in die Bedienungsanleitung!)

Vielen Dank für die zuvorkommende Hilfe! Aber gut, was hätte man auch sonst zum reden J Die lustigste war die Fanny, die sich bei jeder Campsite darüber beschwerte, dass in den Plumpsklos kein Klopapier hing! Zugegeben, man zahlt für eine Great Walk Campsite um einiges mehr, da würde man erwarten, dass es zumindest Klopapier gibt… aber war eben nicht so und dass erschütterte Fanny jeden Tag aufs NeueJ Ab dem 2. Tag waren wir auch in der absoluten Wildnis, sprich es gab rund um den Fluss keinerlei Zivilisation mehr! Nur noch uns, das Boot und das Wasser… und angeblich Aale… da hab ich aber keinen gesehen!
 
Das war unser Kanu

Und das die Fanny
 

Tag 3: 25 km

Vorletzter Tag! War eigentlich nichts Besonderes zu berichten. Wir machten einen Zwischenstop bei der Bridge to Nowhere und waren über die andere Art der Bewegung mal ganz froh.  Nach 40 min Fußmarsch steht man da  „in the middle of nowhere“ vor einer Brücke, über die ein 40- Tonner fahren könnte J Heute ist sie ein Zeichen für sinnloses Geld rausschmeissen, dennoch ist sie eine absolute Touristenattraktion! Warum? Eigentlich sollte damals… nach dem 1. Weltkrieg eine große Siedlung entstehen. Bis allerdings der Brückenbau begann und die Brücke nach ein paar Jahren fertig gestellt wurde, waren die Leute schon wieder weg, weil man in dieser Gegend schlecht leben konnte. Die Brücke blieb, die Menschen nicht! So die Geschichte dazu!

 

Am Abend hatten wir eine wunderschöne Campsite und das Ehepaar, die dort als Ranger waren, waren einsame Spitze. Ich hab mich ein bisschen mit dem netten Ömchen unterhalten und so sind wir draufgekommen, dass sie mal eine Zeit in Berchtesgaden war J Das war dann übrigens schon das zweite Ömchen innerhalb 3 Wochen, das ich traf die wusste wo ich wohne! Die erste Oma meinte doch tatsächlich, dass sie mal ein Jahr in Traunstein war! Irre oder? So klein ist die WeltJ Die war auch total ausm Häuschen, weil sie meinte sie habe nie wieder jemanden von dort getroffen…  Aber zurück zu unserem Fluss

Tag 4: 20 km

Es regnete an unserem letzten Tag aber Sarah und ich sollten noch merken, dass uns das relativ wenig ausmachen sollte! Heute mussten wir die größten  3 Rapids des kompletten Flusses durchfahren. Die erste meisterten wir mit Bravour! In der zweiten kenterte die Fanny direkt vor uns und wir waren richtig froh, dass gleich hinter uns das deutsche Pärchen war, das sie dann auch gleich rausgezogen hatte. Und die letzte Schnelle war die 50/50 Rapid: entweder dein Boot schöpft ein oder du kenterst!

Sarah und ich haben uns für letzteres entschieden. Es fing eigentlich ganz gut an aber bei der allerletzten Riesenwelle machte unser Boot nicht mehr so mit wie wir wolltenJ

Sarah: „Rechts halten… jawoll, passt! Wooooow, des is echt cool!!!!  Des san ganz scheene Wellen da!”

Christina: “Ja… paddle mal auf da anderen Seitn!”

Sarah:“ AAAAHHHHH!!!!! SHIIIIIIIITTTTT RIESENWELLE!!!!“

Und drin warn ma! Boot komplett umgedreht, ich total untergetaucht und eine aufgeregte Fanny um uns rum „Girls???? Are you okay???“

Lustig wars! Sie haben uns dann alle geholfen an den Rand rauszukommen, damit wir das Boot wieder ausschöpfen konnten. Die vor uns, ein anderes Pärchen, haben nämlich auf uns gewartet, weil die sind davor auch schon schwimmen gegangen. Die einzigsten, die das heil überstanden hatten, waren die 2 Deutschen hinter uns!

In der Gruppe fuhren wir dann bis zum Schluss ohne jegliche Probleme. Ab da hats dann auch richtig geregnet aber wie gesagt, war das für Sarah, Fanny und mich eigentlich total egalJ

 

Am Anlegepunkt angekommen, bekamen wir einen Muffin und einen echt guten Tropical Juice um uns das Warten auf unser Shuttle ein bisschen zu versüßen….

Soviel zu unserem Trip!

Sarah und ich fuhren als nächstes nach Hamilton. Da dort unser letzter gemeinsamer Abend in Neuseeland war, beschlossen wir zu Feier des Tages ins Kino zu gehen:

CINDERELLA!!!!

Es kam nichts Anderes… obwohl… Spongebob kam noch -> Dann lieber noch Cinderella.

Naja… was soll man sagen? Ist halt ein Märchen, ich glaube diese Tatsache muss man dem Film zugute halten. Also ich mag ja Schnulzen … aber das… also als Kinderfilm geht er auch noch durch! Obwohl ich mir das Alles als Kind immer ganz anders vorgestellt hab.  Trotzdem wars mal wieder ganz schön ins Kino zu gehen. (Ein älteres Ehepaar ist doch glatt voll eingepennt neben mir! )

Am nächsten Tag hab ich die Sarah dann am Bus abgeliefert und ich machte mich auf den Weg nach Auckland. Dort hab ich meine Pipilotta abgegeben, verbrachte noch ein paar Tage in der Stadt und bin jetzt seit Sonntag bei einer total lieben Familie in Hamilton untergebracht, der ich ein bisschen im Garten aushelfe… Genau gesagt: ich jähte den lieben langen Tag Unkraut. Nicht, dass der Garten so groß wäre… eigentlich gar nicht aber es wuchert…

Aber die Familie ist wirklich sehr lieb und ich habs mal wieder gut erwischt! Sozusagen nochmal ein super Ausklang …

 

Jaaaaaaaa… soweit so gut!

Einen Eintrag gibt’s noch. Aber der kommt erst, wenn ich dann  wieder an meinem altbekannten Schreibtisch sitze… dann sind 50 Wochen rum seit ich mich in den Flieger gesetzt habe! Irre oder?

 

Achso: ich kann euch leider keine Fotos von der Whanganui Journey reinstellen, weil ich keine habeL Die muss ich mir erst noch von der Sarah mopsen!

Machts es gut!

Bis zum nächsten Mal, alles Gute!

LG Christina

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