„Don’t cry because it’s over… smile because it happened!“
Mein letzter Eintrag aus Neuseeland!
Ein letztes Kia
Ora!
Jetzt aber mal nicht sentimental werden, hier J
Die letzten Wochen vergingen wie im Fluge, das
wahrscheinlich auch daran lag, dass Sarah und ich doch noch einiges unternommen
haben!
Mit ein Highlight war auf jeden Fall unsere 4 tägige Kanu
Tour auf dem Whanganui River. Am Ostersonntag (das haben wir heuer mal total
vercheckt!) gings los. Da man die Tour nicht alleine machen darf, nahmen wir
noch die Fanny aus Belgien mit. Sie war zufällig gerade zur gleichen Zeit wie
wir im Büro und hatte eben das Problem, dass sie alleine war. Also haben wir
sie mitgenommen und wir hatten wirklich eine tolle Zeit miteinander…
Aber von vorne:
Tag 1 : 25km
Nach einer Sicherheitsbelehrung und ein paar Tips (es war
nämlich Sarahs und mein erster Trip mit einem Kanu) ging es morgens um halb 10
(leider ohne Knoppers) los! Der erste Tag war eigentlich ganz geruhsam. Ich saß
hinten und hatte somit die Aufgabe das Boot zu lenken. Sarah war der Captain!
Leider waren am letzten Stück weniger Rapids (Stromschnellen), sodass der Fluss
fast still stand, was für uns natürlich umso anstrengender war. Aber wir sind
ganz glücklich, total durchnässt und absolut fertig mit uns und der Welt an der
Campsite angekommen. Nachdem wir unser Zelt aufgebaut hatten, wärmten wir uns
im nahegelegenen Hut noch an der Heizung auf und machten noch Bekanntschaft mit
2 gemeinsam reisenden Kiwifamilies. Diese sollten uns noch die ganzen 4 Tage
begleiten J
Am nächsten Morgen luden uns letztere gleich noch zum Frühstück ein… die waren
der Wahnsinn!!! Die hatten wirklich ihre komplette Küche dabei. Grill, 4
Gaskocher und Essen, dass wir uns wunderten, warum sie nicht untergegangen
sind. Aber sehr freundliche LeuteJ
Tag 2: unendliche 37 km
Wieder im Boot tauschten Sarah und ich Kommando… aber
schon nach der ersten Stromschnelle war mir klar, dass mir die Position hinten
um einiges lieber ist! Außerdem hat es anders auch besser funktioniert mit uns
2en. Fanny, die Belgierin fuhr übrigens mit ihrem eigenen Kayak mit. Obwohl wir an diesem Tag nicht nass wurden
bat ich am Abend die restlichen 2 Tage hinten zu sitzen. An der Campsite trafen
wir dann noch ein paar Deutsche und eine Gruppe Amis. Die Rangerin in dem Hut (Whanganui
Journey zählt, obwohl es eine Bootstour ist, zu den Great Walks und ist der
einzigste Great Walk in Neuseeland bei dem man den Hut mitbenutzen darf, auch
wenn man nur die billigere Campsite gebucht hat) war eine totale Schrulle, die
nicht wirklich sehr menschenfreundlich rüberkam! Definitiver Fall von
Berufsverfehlung! Aber jeder ärgerte sich über sie. Stellte man ihr eine Frage
(wie z.B: Wie funktioniert denn dieser Gaskocher? (die Dinger waren echt
gemeingefährlich) kam von ihr: Schau in die Bedienungsanleitung!)
Vielen Dank für die zuvorkommende Hilfe! Aber gut, was
hätte man auch sonst zum reden J
Die lustigste war die Fanny, die sich bei jeder Campsite darüber beschwerte,
dass in den Plumpsklos kein Klopapier hing! Zugegeben, man zahlt für eine Great
Walk Campsite um einiges mehr, da würde man erwarten, dass es zumindest
Klopapier gibt… aber war eben nicht so und dass erschütterte Fanny jeden Tag
aufs NeueJ
Ab dem 2. Tag waren wir auch in der absoluten Wildnis, sprich es gab rund um
den Fluss keinerlei Zivilisation mehr! Nur noch uns, das Boot und das Wasser…
und angeblich Aale… da hab ich aber keinen gesehen!
| Das war unser Kanu |
| Und das die Fanny |
Tag 3: 25 km
Vorletzter Tag! War eigentlich nichts Besonderes zu
berichten. Wir machten einen Zwischenstop bei der Bridge to Nowhere und waren
über die andere Art der Bewegung mal ganz froh.
Nach 40 min Fußmarsch steht man da
„in the middle of nowhere“ vor einer Brücke, über die ein 40- Tonner
fahren könnte J
Heute ist sie ein Zeichen für sinnloses Geld rausschmeissen, dennoch ist sie
eine absolute Touristenattraktion! Warum? Eigentlich sollte damals… nach dem 1.
Weltkrieg eine große Siedlung entstehen. Bis allerdings der Brückenbau begann
und die Brücke nach ein paar Jahren fertig gestellt wurde, waren die Leute
schon wieder weg, weil man in dieser Gegend schlecht leben konnte. Die Brücke
blieb, die Menschen nicht! So die Geschichte dazu!
Am Abend hatten wir eine wunderschöne Campsite und das
Ehepaar, die dort als Ranger waren, waren einsame Spitze. Ich hab mich ein
bisschen mit dem netten Ömchen unterhalten und so sind wir draufgekommen, dass
sie mal eine Zeit in Berchtesgaden war J
Das war dann übrigens schon das zweite Ömchen innerhalb 3 Wochen, das ich traf
die wusste wo ich wohne! Die erste Oma meinte doch tatsächlich, dass sie mal
ein Jahr in Traunstein war! Irre oder? So klein ist die WeltJ Die war auch total
ausm Häuschen, weil sie meinte sie habe nie wieder jemanden von dort
getroffen… Aber zurück zu unserem Fluss
Tag 4: 20 km
Es regnete an unserem letzten Tag aber Sarah und ich
sollten noch merken, dass uns das relativ wenig ausmachen sollte! Heute mussten
wir die größten 3 Rapids des kompletten
Flusses durchfahren. Die erste meisterten wir mit Bravour! In der zweiten
kenterte die Fanny direkt vor uns und wir waren richtig froh, dass gleich
hinter uns das deutsche Pärchen war, das sie dann auch gleich rausgezogen
hatte. Und die letzte Schnelle war die 50/50 Rapid: entweder dein Boot schöpft
ein oder du kenterst!
Sarah und ich haben uns für letzteres entschieden. Es
fing eigentlich ganz gut an aber bei der allerletzten Riesenwelle machte unser
Boot nicht mehr so mit wie wir wolltenJ
Sarah: „Rechts halten… jawoll, passt! Wooooow, des is echt cool!!!! Des san ganz scheene Wellen da!”
Christina: “Ja… paddle mal auf da anderen Seitn!”
Sarah:“ AAAAHHHHH!!!!! SHIIIIIIIITTTTT RIESENWELLE!!!!“
Und drin warn ma! Boot komplett umgedreht, ich total
untergetaucht und eine aufgeregte Fanny um uns rum „Girls???? Are you okay???“
Lustig wars! Sie haben uns dann alle geholfen an den Rand
rauszukommen, damit wir das Boot wieder ausschöpfen konnten. Die vor uns, ein
anderes Pärchen, haben nämlich auf uns gewartet, weil die sind davor auch schon
schwimmen gegangen. Die einzigsten, die das heil überstanden hatten, waren die
2 Deutschen hinter uns!
In der Gruppe fuhren wir dann bis zum Schluss ohne
jegliche Probleme. Ab da hats dann auch richtig geregnet aber wie gesagt, war
das für Sarah, Fanny und mich eigentlich total egalJ
Am Anlegepunkt angekommen, bekamen wir einen Muffin und einen
echt guten Tropical Juice um uns das Warten auf unser Shuttle ein bisschen zu
versüßen….
Soviel zu unserem Trip!
Sarah und ich fuhren als nächstes nach Hamilton. Da dort
unser letzter gemeinsamer Abend in Neuseeland war, beschlossen wir zu Feier des
Tages ins Kino zu gehen:
CINDERELLA!!!!
Es kam nichts Anderes… obwohl… Spongebob kam noch ->
Dann lieber noch Cinderella.
Naja… was soll man sagen? Ist halt ein Märchen, ich
glaube diese Tatsache muss man dem Film zugute halten. Also ich mag ja
Schnulzen … aber das… also als Kinderfilm geht er auch noch durch! Obwohl ich
mir das Alles als Kind immer ganz anders vorgestellt hab. Trotzdem wars mal wieder ganz schön ins Kino
zu gehen. (Ein älteres Ehepaar ist doch glatt voll eingepennt neben mir! )
Am nächsten Tag hab ich die Sarah dann am Bus abgeliefert
und ich machte mich auf den Weg nach Auckland. Dort hab ich meine Pipilotta
abgegeben, verbrachte noch ein paar Tage in der Stadt und bin jetzt seit
Sonntag bei einer total lieben Familie in Hamilton untergebracht, der ich ein
bisschen im Garten aushelfe… Genau gesagt: ich jähte den lieben langen Tag
Unkraut. Nicht, dass der Garten so groß wäre… eigentlich gar nicht aber es
wuchert…
Aber die Familie ist wirklich sehr lieb und ich habs mal
wieder gut erwischt! Sozusagen nochmal ein super Ausklang …
Jaaaaaaaa… soweit so gut!
Einen Eintrag gibt’s noch. Aber der kommt erst, wenn ich
dann wieder an meinem altbekannten
Schreibtisch sitze… dann sind 50 Wochen rum seit ich mich in den Flieger
gesetzt habe! Irre oder?
Achso: ich kann euch leider keine Fotos von der Whanganui
Journey reinstellen, weil ich keine habeL
Die muss ich mir erst noch von der Sarah mopsen!
Machts es gut!
Bis zum nächsten Mal, alles Gute!
LG Christina
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