Geteilte Freude ist
doppelte Freude - in meinem Fall sogar
dreifache Freude =)
Bei den letzten Einträgen hab ich jedes Mal vergessen
mich bei Euch zu bedanken!
VIELEN DANK FÜR SOOOOO VIELE SEITENAUFRUFE!
Ich freue mich jedes Mal, wenn ich reinschaue und sehe
wie oft meine Seite aufgerufen wird.
VIELEN DANK FÜR EUER INTERESSE!
Am 1.Dezember setzte ich mich in meine Pipilotta, fuhr
nach Picton und gab sie bei einem älteren Herr ab, der sich die nächsten 2
Monate (hoffentlich liebevoll) um sie kümmern wird. Ich fuhr mit der Fähre auf
die Nordinsel nach Wellington, mit dem Bus vom Fähranleger zum Flughafen und
wartete von Mittag bis 23.30 Uhr auf meinen 4 Stunden verspäteten Flieger nach
Auckland! Dort angekommen wartete ich bis 6.30 Uhr, stieg dann in den Flieger
nach Melbourne, wartete nochmals 4 Stunden und kam weitere 4 Stunden später auf
dem Flughafen in Perth an! Ich hatte jedes Verkehrsmittel außer dem Zug einmal
durch und war insgesamt 12 Stunden unterwegs. Mit Zeitverschiebung flog ich in
Auckland um 6.30Uhr los und kam in Perth um 14.00 Uhr an. Praktisch, gell?!
Endlich war ich in Perth! Ich hab mich schon sooo lange
auf die Zeit mit meinen Eltern gefreut und umso schöner war das Wiedersehen!
Sie holten mich gleich mit unserem Fahrzeug (und Wohnung
für die nächsten 2 Monate) am Flghf ab. Schon etwas älter aber schon ganz
cool=) Hier ein Foto:
Wir hatten ihm am 2. Abend natürlich auch einen Namen
gegeben… Jeder, der mich kennt weiß, dass das unabdingbar ist für mich… aber
wir hatten den Namen am 3. Tag wieder vergessen, sodass es jetzt doch einfach
„der Kahn“ ist (ohne jegliche Verbindung zu einem wohl-bekannten Torhüter =D).
Die nächsten 9 Wochen gurken wir also durch Western
Australia!
Den ersten Tag fuhren wir bis Fremantle, quattierten uns
in einem Caravan-Park ein und gingen noch am Strand spazieren. Da wir uns jetzt
über 6 Monate nicht gesehen haben gibt’s natürlich umso mehr zu erzählen. Wir
beschlossen als Erstes in den Süden zu fahren… nächstes Ziel hieß Windy
Harbour:
Da wir nicht nur viel zu erzählen sondern auch viel Zeit
haben, können wir es ganz geruhsam angehen und auch mal hier oder da zwei- drei
Tage bleiben.
In Windy Harbour hatten wir auch unsere erste
Begegnung mit Kängurus. Die sind ja soooo putzig! Und die laufen hier üüüüberall
einfach so rum. Wenn man die sieht, weiß man: Jetzt bin ich in Australien!
Die nächsten Tage fuhren wir die Südküste entlang. In
Albany, der ersten „Stadt“ unserer Route, gingen wir am Abend des 6. Dezembers
zu einer Christmas Party. Eigentlich hätte es vor der Party noch eine Parade
gegeben aber die hatten wir leider verpasst! Die „Party“ am Stadtplatz war wie
ein Volksfest, das mit Fasching kombiniert wurde. Fressbuden, laute Musik, Akrobatikshow und Frühlingstemperaturen
sorgten für eine ausgesprochen weihnachtliche Stimmung! Dazu waren alle als
Elfen, Santa Claus oder Rentier verkleidet! Um 19.40 Uhr kam dann das absolute
Highlight: nachdem der ganze Stadtplatz den Countdown runtergezählt hatte war die
Beleuchtung eines rießigen, von schlauen Menschen vor Jahren gepflanzten
Baumes angeschaltet worden!
Licht an - „WOW!“
– wenn nicht schon vorher durch die Stimmung durchgesickert war, dann
spätestens als die Lichter glitzerten:
Jetzt ist Weihnachten!!!
Zumindest für alle Anderen! Mam, Pap und ich kauften uns,
nachdem wir das ganze Spektakel verfolgt hatten noch ein Eis und fuhren wieder
zu unserer Campsite. Also nicht, dass ihr jetzt meint, uns hätte das nicht
gefallen! Ich finde es wirklich sehr interessant zu sehen wie die hier
Weihnachten im Sommer feiern und hab mich auch gefreut, dass wir extra wegen
dem nochmal in die Stadt gefahren sind… aber der „Weihnachtszauber“ ist eben
nicht ganz übergesprungen! Somit fällt bei uns heuer Weihnachten eben ein
bisschen flacher aus. Dafür haben wir Sommer =D
Am nächsten Tag besuchten wir noch ein Walfang Museum,
welches wirklich sehr interessant war. Den letzen Wal haben die doch
tatsächlich noch in den 1970er Jahren gefangen. Man konnte eines der 4 Schiffe
anschauen, die Öfen, Kräne, Sägen… einfach alles! Heute dagegen ist Australien
eines der Länder, das sich am Meisten gegen den Walfang einsetzt!
Wir fuhren entlang der Küste immer weiter in den Osten,
campten auch mal auf kostenlosen Plätzen in der freien Prärie und lebten uns
auch im Auto immer mehr ein. Mittlerweile ist jeder Handgriff im und ums Auto
ganz geläufig und geht von selbst=)
Man findet sich sowieso mit sehr vielem ab… wie zum
Beispiel mit Buschklos…
Wobei mich nicht die Tatsache stört, dass das recht
einfach gehaltene „Toiletten“ (oder eher Plumpsklos) mitten im Nirgendwo sind,
sondern eher die, dass sich in diesen Wellblechgebilden liebend gerne sämtliche
Tierchen aufhalten, die man nicht aufgrund ihrer schönen Augen oder ihres
putzigen Fells ins Herz schließt, sondern eher wegen 8 Beinen, 8 Augen und
Giftstachel aus dem Weg geht ! Und nachdem ich in diesem Bezug ja überhaupt
kein Held bin, kostet es mich manchmal schon sehr viel Überwindung abends nur
mit Taschenlampe bewaffnet durchs Dickicht zu schleichen.
Aber gut, Frau braucht Herausforderungen =D
Von Esperance, der südöstlichsten Stadt unseres Trips,
fuhren wir einen Tag zum Lucky Bay. Einem traumhaft schönen, verlassenen Strand
im Le Grand Nationalpark…
Nachdem wir bis zum Ende des Strands (an dem eine etwas
unförmige, rießige Felskugel lag , namens Kartoffel) eine Stunde brauchten,
hatten wir bis wir wieder beim Auto waren einen ordentlichen Sonnenbrand!
Aber der war es uns wert!
An diesen Strand, der übrigens auch einer der weißesten
Strände Westaustraliens ist, kommen abends auch Kängurus um zu schlafen.
Vom Südosten ging es dann ins Landesinnere… ins Outback!
| Kalgoorlie |
Auf der Fährte des Goldrausches fuhren wir bis
Kalgoorlie, einer wirklich putzigen und liebevoll hergerichteten alten
Goldgräberstadt. Die Häuser hier sehen sehr schön aus und haben was vom wilden
Westen. Der Super Pit, eine Goldmine, die der Stadt ihren Reichtum gebracht hat
und auch heute noch bringt, hat Ausmaße von 3,5km x 1,6 km x 650m! Ein
ordentliches Gelände! Die Maschinen, sprich Bagger und Lastwägen, sind
monströs!
Hier mal ein paar Daten:
Gewicht: 113,51 t (leer), 376,49 t (gefüllt)
Größe: Höhe 6,6 m Länge: 13 m
Speed: 53,6 km/h (leer), 11km/h (gefüllt)
Tank: 3790 liter, er braucht in einer Stunde 185 liter
und eine Tankfüllung kostet 4800 Dollar!
Ein Reifen kostet roundabout 42 000 Dollar!
Der
Wheel Loader:
Gewicht: 195 t (leer), 35 t (Schaufelkapazität)
Größe: Höhe: 7m
Länge: 17 m
Speed: 22.5 km/h
Tank: 3833 liter
Mam und ich haben es nicht geschafft die
Schaufelkapazität (ist das denn der richtige Ausdruck dafür???) auszufüllen =D
Die Goldmine sowie auch die Museen rund um das Gebiet
waren wirklich sehr interessant und absolut sehenswert!
Außerdem hab ich mich im Goldwaschen versucht und hab
sogar einen kleinen Gold… naja gut Barren kann man nicht sagen wahrscheinlich
nicht mal ein Nugget aber… Körnchen gefunden (ich weiß: absolute
Touristenverarsche aber ich hab mich trotzdem gefreut und mein Goldkörnchen
klebt jetzt in meinem Reisetagebuch, in das ich es voller Stolz reingebabbt hab
;) )
Außerdem endet in Kalgoorlie die längste Wasserpipeline
der Welt! Sie verläuft 565 km durchs
Outback! Von Perth nach Kalgoorlie… eine ordentliche Strecke!
Von der Goldgräberstadt folgten wir der Goldader noch bis
Ora Banda. Ora Banda besteht aus einem Pub mit dazugehörigem Campingplatz und
ist von der Lage her zu vergleichen mit einer toten Fliege auf einer Landebahn.
Sprich: Ein Haus und sonst nichts! Gaaaaaaar nichts! Ach, apropo Fliege! Denen
ist es absolut nirgendwo zu weit weg, weil die sind nämlich überall. Und zwar
nicht nur eine oder zwei… Nein! Gefühlte abertausende die einen gelinde gesagt
ziemlich nerven, weil sie vor Augen, Ohren und Nasenlöchern nicht
zurückschrecken! Man fühlt sich wie ein Viech und watschen tut man sich auch
die ganze Zeit selbst!!! Das wirklich einzig nervtötende hier! Achso und wenn
abends dann mal weniger Fliegen hier sind, kommen die Mücken! Aber gut, dagegen
gibt’s dann Tigerbalsam=) Wir haben dann
in der Pampa übernachtet und uns am Abend noch einen richtig guten Burger
gegönnt. In dem Pub haben wir eine deutsche Backpackerin getroffen, die
momentan da dort wooft. Die war glaub ich ganz froh, sich mal wieder auf
deutsch unterhalten zu können und hat sich am Abend dann auch direkt zu uns an
den Tisch gesetzt!
Von Ora Banda fuhren wir wieder eine Weile durch die von
Goldgräbern geschundene Gegend zurück nach Kalgoorlie und besuchten die Flying
Doctors, die ihre Zentrale am Kalgoorlie Airport haben und mit denen man an
manchen Tagen sogar mitfliegen darf! Das kleine Infocenter direkt am Flughafen
war wirklich sehr interessant und auf jeden Fall sehenswert! Super Arbeit, was
die da leisten!
Die nächsten Tage fuhren wir über den Great Eastern
Highway, mit Umweg über den Waverock, wieder nach Perth. Hier sind wir heute
wieder angekommen. Bleiben jetzt ein paar Tage hier und erledigen mal wieder
alles was im Internet und so nebenher angefallen ist=) Mit dem siehts hier
nämlich ganz schlecht aus: Internet- und Handyempfang!
Aber manchmal ist das auch ganz schön, anstatt vorm PC
vor einem Buch zu sitzen und einfach zu lesen=)
Von dem her hab ich euch mal wieder alles erzählt! Ganz
schön lang geworden heute aber ich war gerade so im Schreibfluss drin, da kommt
dann eines zum nächsten =)
Ich hoffe es geht Euch allen gut?!
Habt noch eine schöne Adventszeit und vergessts ned den Wunschzettel ans Christkindl sichtbar aufs Fensterbrett zu legen, dass es ned danach suchen muss. Hat ja eh soviel Arbeit zurzeit ;)
Habt noch eine schöne Adventszeit und vergessts ned den Wunschzettel ans Christkindl sichtbar aufs Fensterbrett zu legen, dass es ned danach suchen muss. Hat ja eh soviel Arbeit zurzeit ;)
Außerdem wünsch ich Euch allen einen guten Rutsch ins
neue Jahr!
Bis zum nächsten Mal
Eure Christina
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