Samstag, 20. Dezember 2014


Geteilte Freude ist doppelte Freude -  in meinem Fall sogar dreifache Freude =)

 


Bei den letzten Einträgen hab ich jedes Mal vergessen mich bei Euch zu bedanken!

VIELEN DANK FÜR SOOOOO VIELE SEITENAUFRUFE!

Ich freue mich jedes Mal, wenn ich reinschaue und sehe wie oft meine Seite aufgerufen wird.

VIELEN DANK FÜR EUER INTERESSE!

 

Am 1.Dezember setzte ich mich in meine Pipilotta, fuhr nach Picton und gab sie bei einem älteren Herr ab, der sich die nächsten 2 Monate (hoffentlich liebevoll) um sie kümmern wird. Ich fuhr mit der Fähre auf die Nordinsel nach Wellington, mit dem Bus vom Fähranleger zum Flughafen und wartete von Mittag bis 23.30 Uhr auf meinen 4 Stunden verspäteten Flieger nach Auckland! Dort angekommen wartete ich bis 6.30 Uhr, stieg dann in den Flieger nach Melbourne, wartete nochmals 4 Stunden und kam weitere 4 Stunden später auf dem Flughafen in Perth an! Ich hatte jedes Verkehrsmittel außer dem Zug einmal durch und war insgesamt 12 Stunden unterwegs. Mit Zeitverschiebung flog ich in Auckland um 6.30Uhr los und kam in Perth um 14.00 Uhr an. Praktisch, gell?!

Endlich war ich in Perth! Ich hab mich schon sooo lange auf die Zeit mit meinen Eltern gefreut und umso schöner war das Wiedersehen!

Sie holten mich gleich mit unserem Fahrzeug (und Wohnung für die nächsten 2 Monate) am Flghf ab. Schon etwas älter aber schon ganz cool=) Hier ein Foto:

 

 

Wir hatten ihm am 2. Abend natürlich auch einen Namen gegeben… Jeder, der mich kennt weiß, dass das unabdingbar ist für mich… aber wir hatten den Namen am 3. Tag wieder vergessen, sodass es jetzt doch einfach „der Kahn“ ist (ohne jegliche Verbindung zu einem wohl-bekannten Torhüter =D).

Die nächsten 9 Wochen gurken wir also durch Western Australia!

Den ersten Tag fuhren wir bis Fremantle, quattierten uns in einem Caravan-Park ein und gingen noch am Strand spazieren. Da wir uns jetzt über 6 Monate nicht gesehen haben gibt’s natürlich umso mehr zu erzählen. Wir beschlossen als Erstes in den Süden zu fahren… nächstes Ziel hieß Windy Harbour:

Da wir nicht nur viel zu erzählen sondern auch viel Zeit haben, können wir es ganz geruhsam angehen und auch mal hier oder da zwei- drei Tage bleiben.

 In  Windy Harbour hatten wir auch unsere erste Begegnung mit Kängurus. Die sind ja soooo putzig! Und die laufen hier üüüüberall einfach so rum. Wenn man die sieht, weiß man: Jetzt bin ich in Australien!

Die nächsten Tage fuhren wir die Südküste entlang. In Albany, der ersten „Stadt“ unserer Route, gingen wir am Abend des 6. Dezembers zu einer Christmas Party. Eigentlich hätte es vor der Party noch eine Parade gegeben aber die hatten wir leider verpasst! Die „Party“ am Stadtplatz war wie ein Volksfest, das mit Fasching kombiniert wurde. Fressbuden, laute Musik,  Akrobatikshow und Frühlingstemperaturen sorgten für eine ausgesprochen weihnachtliche Stimmung! Dazu waren alle als Elfen, Santa Claus oder Rentier verkleidet! Um 19.40 Uhr kam dann das absolute Highlight: nachdem der ganze Stadtplatz den Countdown runtergezählt hatte war die Beleuchtung eines rießigen, von schlauen Menschen vor Jahren gepflanzten Baumes  angeschaltet worden!

Licht an -   „WOW!“ – wenn nicht schon vorher durch die Stimmung durchgesickert war, dann spätestens als die Lichter glitzerten:

Jetzt ist Weihnachten!!!

 

 

 


 

Zumindest für alle Anderen! Mam, Pap und ich kauften uns, nachdem wir das ganze Spektakel verfolgt hatten noch ein Eis und fuhren wieder zu unserer Campsite. Also nicht, dass ihr jetzt meint, uns hätte das nicht gefallen! Ich finde es wirklich sehr interessant zu sehen wie die hier Weihnachten im Sommer feiern und hab mich auch gefreut, dass wir extra wegen dem nochmal in die Stadt gefahren sind… aber der „Weihnachtszauber“ ist eben nicht ganz übergesprungen! Somit fällt bei uns heuer Weihnachten eben ein bisschen flacher aus. Dafür haben wir Sommer =D

 

Am nächsten Tag besuchten wir noch ein Walfang Museum, welches wirklich sehr interessant war. Den letzen Wal haben die doch tatsächlich noch in den 1970er Jahren gefangen. Man konnte eines der 4 Schiffe anschauen, die Öfen, Kräne, Sägen… einfach alles! Heute dagegen ist Australien eines der Länder, das sich am Meisten gegen den Walfang einsetzt!

 



 

 

Wir fuhren entlang der Küste immer weiter in den Osten, campten auch mal auf kostenlosen Plätzen in der freien Prärie und lebten uns auch im Auto immer mehr ein. Mittlerweile ist jeder Handgriff im und ums Auto ganz geläufig und geht von selbst=)

Man findet sich sowieso mit sehr vielem ab… wie zum Beispiel mit Buschklos…


Wobei mich nicht die Tatsache stört, dass das recht einfach gehaltene „Toiletten“ (oder eher Plumpsklos) mitten im Nirgendwo sind, sondern eher die, dass sich in diesen Wellblechgebilden liebend gerne sämtliche Tierchen aufhalten, die man nicht aufgrund ihrer schönen Augen oder ihres putzigen Fells ins Herz schließt, sondern eher wegen 8 Beinen, 8 Augen und Giftstachel aus dem Weg geht ! Und nachdem ich in diesem Bezug ja überhaupt kein Held bin, kostet es mich manchmal schon sehr viel Überwindung abends nur mit Taschenlampe bewaffnet durchs Dickicht zu schleichen.

Aber gut, Frau braucht Herausforderungen =D

 

Von Esperance, der südöstlichsten Stadt unseres Trips, fuhren wir einen Tag zum Lucky Bay. Einem traumhaft schönen, verlassenen Strand im Le Grand Nationalpark…

 





Nachdem wir bis zum Ende des Strands (an dem eine etwas unförmige, rießige Felskugel lag , namens Kartoffel) eine Stunde brauchten, hatten wir bis wir wieder beim Auto waren einen ordentlichen Sonnenbrand!

Aber der war es uns wert!

An diesen Strand, der übrigens auch einer der weißesten Strände Westaustraliens ist, kommen abends auch Kängurus um zu schlafen.

 

 

Vom Südosten ging es dann ins Landesinnere… ins Outback!
Kalgoorlie


Auf der Fährte des Goldrausches fuhren wir bis Kalgoorlie, einer wirklich putzigen und liebevoll hergerichteten alten Goldgräberstadt. Die Häuser hier sehen sehr schön aus und haben was vom wilden Westen. Der Super Pit, eine Goldmine, die der Stadt ihren Reichtum gebracht hat und auch heute noch bringt, hat Ausmaße von 3,5km x 1,6 km x 650m! Ein ordentliches Gelände! Die Maschinen, sprich Bagger und Lastwägen, sind monströs!

Hier mal ein paar Daten:
 

 


 


 Der Haul Truck:

Gewicht: 113,51 t (leer), 376,49 t (gefüllt)

Größe: Höhe 6,6 m Länge: 13 m

Speed: 53,6 km/h (leer), 11km/h (gefüllt)

Tank: 3790 liter, er braucht in einer Stunde 185 liter und eine Tankfüllung kostet 4800 Dollar!

Ein Reifen kostet roundabout 42 000 Dollar!

Der Wheel Loader:

Gewicht: 195 t (leer), 35 t (Schaufelkapazität)

Größe: Höhe: 7m  Länge: 17 m

Speed: 22.5 km/h

Tank: 3833 liter

Mam und ich haben es nicht geschafft die Schaufelkapazität (ist das denn der richtige Ausdruck dafür???)  auszufüllen =D

Die Goldmine sowie auch die Museen rund um das Gebiet waren wirklich sehr interessant und absolut sehenswert!





Außerdem hab ich mich im Goldwaschen versucht und hab sogar einen kleinen Gold… naja gut Barren kann man nicht sagen wahrscheinlich nicht mal ein Nugget aber… Körnchen gefunden (ich weiß: absolute Touristenverarsche aber ich hab mich trotzdem gefreut und mein Goldkörnchen klebt jetzt in meinem Reisetagebuch, in das ich es voller Stolz reingebabbt hab ;) )

Außerdem endet in Kalgoorlie die längste Wasserpipeline der Welt! Sie verläuft  565 km durchs Outback! Von Perth nach Kalgoorlie… eine ordentliche Strecke!

Von der Goldgräberstadt folgten wir der Goldader noch bis Ora Banda. Ora Banda besteht aus einem Pub mit dazugehörigem Campingplatz und ist von der Lage her zu vergleichen mit einer toten Fliege auf einer Landebahn. Sprich: Ein Haus und sonst nichts! Gaaaaaaar nichts! Ach, apropo Fliege! Denen ist es absolut nirgendwo zu weit weg, weil die sind nämlich überall. Und zwar nicht nur eine oder zwei… Nein! Gefühlte abertausende die einen gelinde gesagt ziemlich nerven, weil sie vor Augen, Ohren und Nasenlöchern nicht zurückschrecken! Man fühlt sich wie ein Viech und watschen tut man sich auch die ganze Zeit selbst!!! Das wirklich einzig nervtötende hier! Achso und wenn abends dann mal weniger Fliegen hier sind, kommen die Mücken! Aber gut, dagegen gibt’s dann Tigerbalsam=)  Wir haben dann in der Pampa übernachtet und uns am Abend noch einen richtig guten Burger gegönnt. In dem Pub haben wir eine deutsche Backpackerin getroffen, die momentan da dort wooft. Die war glaub ich ganz froh, sich mal wieder auf deutsch unterhalten zu können und hat sich am Abend dann auch direkt zu uns an den Tisch gesetzt!

 

Von Ora Banda fuhren wir wieder eine Weile durch die von Goldgräbern geschundene Gegend zurück nach Kalgoorlie und besuchten die Flying Doctors, die ihre Zentrale am Kalgoorlie Airport haben und mit denen man an manchen Tagen sogar mitfliegen darf! Das kleine Infocenter direkt am Flughafen war wirklich sehr interessant und auf jeden Fall sehenswert! Super Arbeit, was die da leisten!

 

Die nächsten Tage fuhren wir über den Great Eastern Highway, mit Umweg über den Waverock, wieder nach Perth. Hier sind wir heute wieder angekommen. Bleiben jetzt ein paar Tage hier und erledigen mal wieder alles was im Internet und so nebenher angefallen ist=) Mit dem siehts hier nämlich ganz schlecht aus: Internet- und Handyempfang!

 
 


Aber manchmal ist das auch ganz schön, anstatt vorm PC vor einem Buch zu sitzen und einfach zu lesen=)

Von dem her hab ich euch mal wieder alles erzählt! Ganz schön lang geworden heute aber ich war gerade so im Schreibfluss drin, da kommt dann eines zum nächsten =)

Ich hoffe es geht Euch allen gut?!
Habt noch eine schöne Adventszeit und vergessts ned  den Wunschzettel ans Christkindl  sichtbar aufs Fensterbrett zu legen, dass es ned danach suchen muss. Hat ja eh soviel Arbeit zurzeit ;)

 

Außerdem wünsch ich Euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Bis zum nächsten Mal

Eure Christina

 

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